Rellingen - Allerlei

Als Amthor zur Flasche griff

Erschienen im ÔÇ×Pinneberger TageblattÔÇť am 19. Juli 1984,
von Ruth Nowara

Als Amthor zur Flasche griff

Das alte Rellingen war das ÔÇ×LieblingskindÔÇť der Heimatforscherin Ruth Nowara. In der Tageblatt-Serie ÔÇ×Alt-Rellinger HausgeschichtenÔÇť plauderte sie ├╝ber alte Geb├Ąude des Ortes, die Menschen, die in ihnen lebten und die Geschichte der H├Ąuser.

Folge 5

ÔÇ×Himmel und H├ÂlleÔÇť w├╝rden viele Rellinger in Bewegung setzen, wenn einmal das Pastorat mit dem dazugeh├Ârigen Konfirmandenhaus abgerissen werden sollte. Beide Geb├Ąude geh├Âren zwar zum direkten Umfeld der unter Denkmalschutz stehenden alten Barockkirche, sind aber anscheinend noch nicht wertvoll genug, f├╝r die Nachwelt erhalten zu werden.

Wann das erste Pfarrhaus an dieser Stelle errichtet wurde, ist nicht mehr festzustellen. In alten Unterlagen finden sich in langen Reihen die Namen von evangelischen Pastoren, die in diesem Haus w├Ąhrend ihrer Rellinger Amtszeit gewohnt haben. Nicht allen Kirchenherren konnten die Rellinger ein Ruhmesblatt ausstellen. Da war zum Beispiel Conrad Amthor, der 1817 aus dem Amt entlassen wurde - so steht es in den Kirchenb├╝chern. Was ganz Rellingen wusste: Amthor suchte zu oft den Trost im Alkohol.

Gleich zweimal brannte das Pfarrhaus bis auf die Grundmauern nieder. Das Geb├Ąude wurde in der heutigen Form 1808 von dem Rellinger Zimmermeister Albert Stoldt nach einem Entwurf des Bauinspektors Christian Friedrich Heylmann aus Altona gebaut.

Ein Badezimmer allerdings hatte Heylmann damals nicht vorgesehen. Das befand sich in der dahinterliegenden Scheune - einschlie├člich der Waschk├╝che und des Plumpsklos.

1927 wurde das alles anders. Bis dahin fanden die Konfirmandenstunden n├Ąmlich immer noch im Obergescho├č des alten Pastorats statt. In diesem Jahr aber wurde das schr├Ąg dahinterliegende Konfirmandenhaus gebaut, das auch heute noch seinen Zweck erf├╝llt. Die obere Etage des Pastorats wurde nun zu Schlafr├Ąumen umgebaut - mit Badezimmer.

Besonders wertvoll an diesem Pastorat ist die heute noch vorhandene Eingangst├╝r. Sie wurde im Empire-Stil gestaltet und stammt sch├Ątzungsweise aus den Jahren 1800 bis 1820. Fr├╝her allerdings befand sich kein Briefkastenschlitz in der T├╝r, daf├╝r allerdings ein f├╝r heutige Ansichten ├╝berdimensionales Schloss.

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