Rellingen - Allerlei

Heimat der Vereine: das Turnerheim

Erschienen im ‚ÄěPinneberger Tageblatt‚Äú am 31. Juli 1984,
von Ruth Nowara

Heimat der Vereine: das Turnerheim

Das alte Rellingen war das ‚ÄěLieblingskind‚Äú der Heimatforscherin Ruth Nowara und des Ehrenvorsitzenden des Rellinger Heimatvereins, Franz Schmidt. Die Tageblatt-Serie ‚ÄěAlt-Rellinger Hausgeschichten‚Äú behandelt hier ein ganz besonderes Geb√§ude der Gemeinde ‚Äď das Turnerheim.

Folge 8

Die Schmidts haben in Rellingen schon immer eine besondere Rolle gespielt. Der 1778 in Stettin geborene Carl Friedrich Schmidt kaufte zusammen mit seiner frisch angetrauten Rellinger Ehefrau den Hof, wo sp√§ter N√∂nchens Ballhaus stand. 1745 ver√§u√üerte er es wieder, behielt aber das sogenannte Abschiedshaus ‚Äď die heutige Antiquit√§tenhandlung Wilhelm K√§hlers, √ľber die wir in der letzten Folge berichteten. Sein Sohn jedoch wollte dort nicht bleiben. Johann Friedrich Schmidt erwarb 1772 einen Hof an der Hohlen Stra√üe und riss ihn ab. Dort entstand das heutige Turnerheim.

Von jeher bestand f√ľr dieses Anwesen eine Ausschanklizenz. Auch alle Schmidtschen Nachfahren betrieben dort eine Gastst√§tte. 1838 √ľbernahm Johann Heinrich Schmidt das Geb√§ude, 23 Jahre sp√§ter Nikolaus Schmidt. W√§hren dieser Zeit war der Gasthof Mittelpunkt des Ortes. Fast alle Versammlungen wurden hier abgehalten.

1894 ging das Haus v on der Witwe Carl Friedrich Schmidts, Katarina Schmidt geborene Michelsen, in die H√§nde Ihres Sohnes Richard. Der junge G√§rtner betrieb die Gastst√§tte bis zum Ersten Weltkrieg. Er wurde eingezogen und fiel gleich im ersten Kriegsjahr. Weil er ledig war und deshalb niemand die Gastst√§tte weiterf√ľhrte, blieb sie w√§hrend der n√§chsten Jahre geschlossen. Erst 1919 √ľbernahm Emil Schmidt die Gastst√§tte. Er war Angestellter beim Telegrafenamt. Nach seinem Tode f√ľhrte seine Witwe Minna, geborene Ramcke, die Gesch√§fte fort. 1977 erwarb Tochter K√§the M√§hl das Turnerheim. Sie verkaufte das Geb√§ude an den Rellinger Turnverein.

Der Turnverein hatte von jeher eine besondere Verbindung zu dem Schmidtschen Haus. Der Verein wurde 1900 in der Gaststube gegr√ľndet und hatte dort ihr Vereinslokal. Doch nicht nur die Mitglieder des Turnvereins treffen sich dort regelm√§√üig. Auch der Rellinger Heimatverein erwarb das Recht, dort seine monatlichen Versammlungen abzuhalten. Au√üerdem pflegt der Rellinger Gesangverein Harmonie dort regelm√§√üig seine Stimmb√§nder.

Aber auch viele andere Gesellschaften nutzen das Turnerheim heute. Jahreshauptversammlungen von Rellinger Vereinen gehören zum Veranstaltungsprogramm genauso wie die Treffen des DRK-Seniorentanzkreises.

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