Rellingen - Allerlei

Auf der Haust├╝r stand

Erschienen im ÔÇ×Pinneberger TageblattÔÇť am 12. Juli 1984,
von Ruth Nowara

Auf der Haust├╝r stand ÔÇťZur alten PostÔÇŁ

Das alte Rellingen war das ÔÇ×LieblingskindÔÇť der Heimatforscherin Ruth Nowara. In der Tageblatt-Serie ÔÇ×Alt-Rellinger HausgeschichtenÔÇť plauderte sie ├╝ber alte Geb├Ąude des Ortes, die Menschen, die in ihnen lebten und die Geschichte der H├Ąuser.

Folge 3

ÔÇ×Zur alten PostÔÇť stand fr├╝her einmal ├╝ber der Haust├╝r des Geb├Ąudes an der Hauptstra├če 42. Und das hatte gleich zwei Gr├╝nde: Hier war n├Ąmlich nicht nur die Rellinger Post, sondern auch eine Gastst├Ątte untergebracht. Auf alten Fotos belegen das nicht nur die alte Inschrift in dem ehemaligen klassizistischen T├╝rgiebel, sondern auch ein gro├čer Briefkasten neben der Eingangst├╝r.

1695 ist dieses Haus zum erstenmal in den Liegenschaftsb├╝chern erw├Ąhnt worden. Knapp zwei Jahrhunderte sp├Ąter kam es in den Besitz der Familie Meyer. Claus Meyer war H├Âker ÔÇô also Kaufmann ÔÇô und richtete seinen Laden dort 1838 ein. Sein Enkelsohn Hermann Meyer ├╝bernahm das Haus 1902. Er war Postagent.

Zu welcher Zeit aus der Gastwirtschaft und Post wieder ein richtiger Dorfkramladen wurde, wissen die Meyers heute nicht mehr genau. Ernst-Otto und Hermann Meyer sind die Enkel des Postagenten, arbeiteten jedoch beide in dem familieneigenen Betrieb f├╝r Landwirtschaftsmaschinen. Die beiden Ehefrauen jedoch ├╝bernahmen Anfang der 50er Jahre den Kramladen und machten daraus ein Haushaltswarengesch├Ąft.

Zu dieser Zeit waren auch umfangreiche Bauma├čnahmen an dem Geb├Ąude n├Âtig geworden. Es war n├Ąmlich auf Eichenpf├Ąhlen gebaut gewesen. Wegen des Ausbaus der Rellinger Hauptstra├če drohte das noch mit Fachwerk gebaute Haus zusammenzufallen. Die gesamte Vorderfront wurde neu abgest├╝tzt und an zwei Fundamentpf├Ąhle neu aufgeh├Ąngt. Dieser Erneuerung musste dann auch das Eingangsportal zum Opfer fallen.

Vor fast zwei Jahren gab die Familie Meyer ihren Laden auf. Das Gesch├Ąft rentierte sich nicht mehr. Jetzt dient das Gesch├Ąft als Ausstellungsraum f├╝r Gartenpflegeger├Ąte. Im Obergeschoss wohnen Angestellte der Firma Meyer, die ihren Gesch├Ąftssitz schr├Ąg gegen├╝ber hat.

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